Missionare nach Malawi

Als Gemeinde haben wir uns entschlossen, Missionare finanziell zu unterstützen. Ganz konkret geht es um die Familie Soppa, die nach Lilongwe (Malawi) geht.

An dieser Stelle veröffentlichen wir den in unterschiedlichen Abständen erscheinenden Rundbrief der Familie.

Familie Soppa in Malawi

Das erste Weihnachtsfest in der Ferne

Liebe Freunde und Familie

mit unseren Rundbriefen möchten wir euch regelmäßig einen Einblick geben in das, was wir hier eigentlich so machen, wie es sich als Familie in Malawi lebt und wie es uns damit geht. Gleichzeitig möchten wir euch auch das Land und die Menschen ein wenig nahebringen und euch ein Fenster in eine andere Welt öffnen.

Advents- und Weihnachtszeit

Gestern haben wir den dritten Advent gefeiert. Wir haben wie jedes Jahr am Frühstückstisch unser Adventslied gesungen und die dritte Kerze angezündet - in diesem Jahr ein Teelicht. Vieles ist natürlich gerade anders. An Weihnachtsdeko haben es, warum auch immer, nur eine kleine rote Laterne und zwei kleine Wichtelmännchen in unseren Koffer geschafft. Und Advent bei 30 Grad und mehr fühlt sich sowie noch mal ganz anders an. Bleibt Zeit, um sich wieder neu zu überlegen, was uns eigentlich in dieser Zeit wichtig ist, worauf wir Wert legen und warum uns bestimmte Traditionen so wichtig sind. Oder um zu improvisieren. Wie unsere Jungs zum Beispiel, die kurzerhand eine Pyramide aus Schuhkartons und leeren Kakaodosen gebastelt und sie grün angesprüht haben. Weil es hier sehr schwer ist, an Tannenbäume zu kommen, wird es wohl auf einen „Weihnachtsficus“ hinauslaufen.

Zwei schöne Erfahrungen, die es wert sind, als neue Traditionen für die Zeit hier in Malawi aufgenommen zu werden, konnten wir schon machen.

Die eine war das Laternelaufen am St.-Martinstag, an dem wir mit ca. 15 anderen deutschen Familien zusammen waren. Im Anschluss haben wir am Feuer gestanden und Martinshörnchen und andere Leckereien geteilt, wie zu Hause. Wir waren so begeistert, dass es das hier gibt.

Die zweite war ein Weihnachtsliedersingen mit vielen Menschen aus aller Welt in einem Park. Alle saßen auf mitgebrachten Picknickdecken und gemeinsam haben wir internationale Klassiker gesungen, z.B. Stille Nacht in vielen verschiedenen Sprachen. Das war ein schönes und berührendes Erlebnis. Mit den Lichtern in den Bäumen und an einem lauen Sommerabend, ganz ohne Frieren, ist das auch gar nicht mal so übel (die diversen Schneebilder aus Deutschland, die uns zur Zeit erreichen sind trotzdem manchmal echt nicht leicht zu ertragen).

Hier beginnt jetzt auch die etwa viermonatige Regenzeit, neulich hatten wir schon ganz schön zu tun, uns mit dem Auto durch den Schlamm auf den Baustellenstraßen und durch die Regenmassen zu kämpfen. Es regnet in der Regel eher kurz und heftig.

Ein Bild einer LaterneEin Bild von einem Engel

Malawi - Land und Leute

Was haben wir seit dem letzten Schreiben für neue Erfahrungen mit der malawischen Kultur gemacht und wie geht es den Menschen zurzeit hier?

Seit einigen Wochen haben wir zweimal pro Woche Chichewa Sprachunterricht, und was sollen wir sagen: „ist gar nicht so einfach“ - im Prinzip angeblich keine so komplizierte Sprache, aber doch so ungewohnt für uns. Aber wie wahrscheinlich in den meisten Ländern zaubert man, wenn man zumindest eine Begrüßung zustande bringt den Leuten einen erst überraschten Gesichtsausdruck und dann ein strahlendes Lächeln aufs Gesicht. Besonders in den diversen Polizeikontrollen erwies es sich schon als nützlich, um das Eis zu brechen. Und auch darüber hinaus ist es natürlich wichtig für uns, um wirklich in Kontakt zu kommen mit der malawischen Bevölkerung, da viele nur schlecht oder teilweise gar kein Englisch sprechen.

Mit Amess, unserer Lehrerin, haben wir außerdem eine gute Gesprächspartnerin, um sie über Kultur oder das richtige Verhalten in verschiedenen Alltagssituationen auszufragen.

Neulich ergab sich auch ein längeres Gespräch über die Situation der Menschen zur Zeit und insbesondere über alleinstehende und/oder verwitwete Frauen mit ihren Kindern. Amess ist selbst jung Witwe geworden und engagiert sich seitdem in vielen Projekten, die sich besonders dieser Personengruppe annimmt. In der traditionellen Kultur ist es bis heute oft so, dass im Fall des Todes des Ehemanns der gesamte Familienbesitz (von Haus und eigenem kleinen Acker über Geld bis zur Kleidung) in den Besitz seiner leiblichen Angehörigen übergeht. Die Witwen stehen dann mit ihren Kindern komplett mittellos da. Oft bleibt den Frauen nichts übrig, als ihre Töchter möglichst früh an ältere Männer zu verheiraten, um einen Esser weniger am Tisch zu haben.

Gerade machen den Menschen hier die stark steigenden Preise zu schaffen. Im November hat die Regierung von heute auf morgen die Währung (den malawischen Kwacha, MWK) um 44% entwertet. Die Lebensmittel- und Benzinpreise sind dadurch massiv in die Höhe gegangen. Beispielsweise kosteten 50 kg Maismehl (aus dem das malawische Grundnahrungsmittel, der Maisbrei „Nsima“ gekocht wird) vorher ungefähr 20.000 MWK. Nun sind es um die 40.000 MWK, was, so Amess, schon fast schon so viel ist wie der monatliche Mindestlohn vieler Malawier, der etwa 50.000 MWK (ca. 27€) beträgt. In ihrer Bibelgruppe mit anderen Witwen sind aktuell einige, die hungern oder, wie sie sagte, von der Hand in den Mund leben.

Noch ein anderes Beispiel von Jennifer, unserer Housekeeperin. Ihre Familie hat ein Stückchen Land, welches sie bebauen können. Natürlich ist auch der Preis für Saatgut extrem in die Höhe gestiegen, Dünger sei kaum bezahlbar. Ohne Dünger aber wird das Land am Ende wahrscheinlich deutlich weniger Ertrag einbringen, als die Familie eigentlich braucht. Auch der Tod ist hier so viel allgegenwärtiger, als wir es von zu Hause kennen. Allein in den letzten Wochen sind zwei nahe Angehörige unserer Housekeeperin und unseres Gärtners verstorben. Jennifers Bruder ist tödlich verunglückt. Er hatte einen Verkehrsunfall. Verletzungen, die grundsätzlich noch behandelbar wären, kommen hier oft einem Todesurteil gleich, weil es kein effizientes Rettungssystem gibt. Und eines Tages kam Fexon, unser Gärtner, zur Arbeit und berichtet, dass sein 14-Jähriger Neffe gestern gestorben ist. Sie wissen nicht, was es war, aber was anfangs aussah wie gewöhnliche Zahnschmerzen führte schnell zu Schmerzen im ganzen Gesicht und innerhalb weniger Tage zum Tod. Auf Nachfrage, wie es ihnen jetzt damit geht, einen Angehörigen zu verlieren, kam lediglich ein knappes „it happens“.

So lernen wir und lernen wir immer Neues hinzu.

Eine neue Kultur

Wir haben auch schon unsere erste malawische Hochzeit erlebt. Es war laut unseren Kindern vor allem sehr laut und lang und nur rudimentär mit einer deutschen Hochzeit vergleichbar. Im Wesentlichen bestand die Feier aus einer Unmenge an Tänzen, bei denen die Gäste jubelnd Geldscheine für das Brautpaar in die Luft warfen (in einen großen Korb, der voller und voller wurde). Zu diesem Zweck konnte man übrigens am Eingang sein Geld in kleine Banknoten wechseln, um möglichst viele Scheine werfen zu können. Wir vertrösteten die Kinder während dieser ca. 5 Stunden dauernden Prozedur, dass es sicherlich gleich Kuchen und Essen geben werde. Unsere Hoffnung wurde allerdings zunichte gemacht, als wir einsehen mussten, dass das Essen alle war, nachdem die ersten beiden Reihen versorgt worden waren (wir saßen wohl zu weit hinten). Außerdem stellte sich heraus, dass nach dem „Scheinwerfer-Tanz“ nicht etwa die richtige Feier anfing (was wir den Kindern erzählt hatten), sondern die Feier tatsächlich vorbei war. Das, was wir für das Vorspiel der Feier gehalten hatten, war die Feier.

Eine andere echt malawische Erfahrung war ein Gottesdienst auf Chichewa, in dem Micha gepredigt hat und übersetzt wurde (sein Chichewa reicht bisher nur für etwas ausgedehntere Begrüßungen). Normalerweise besuchen wir Gottesdienste, die internationaler sind und auf Englisch. Aber es ist definitiv eine Erfahrung, mal so einen ganz anderen Gottesdienst zu erleben. Die eher kleine Kirche hat 5 bis 6 verschiedene Chöre und immerzu, als würde es keine Absprachen geben,  steht wieder eine neue Gruppe auf und kommt singend nach vorne. Dabei erzeugen sie mit manchmal 5 Leuten so eine musikalische Kraft, die so faszinierend ist und gleichzeitig kaum aushaltbar.

Ein Bild zur benutzung von FahrrädernEin Bild, das Haus des Witwenprojekts

Kurzurlaub am Malawisee

Während des einwöchigen Mid-Term-Breaks (Ferien zur Halbjahresmitte, etwa zur gleichen Zeit wie die deutschen Herbstferien) konnten wir zwei Tage an den Malawisee fahren, etwa zwei Stunden von Lilongwe entfernt.

Hier konnten wir etwas mehr mitten in der Bevölkerung sein. Die Fischer haben einen harten Job und verrichten ihre Arbeit mit einfachsten Booten auf teilweise stürmischer See. Die Frauen waschen ihre Wäsche im See, während die Kinder spielen oder mithelfen. Entgegen vieler anderer Lodges hatte unsere keine Zaunbegrenzung am Strand, um die Bevölkerung fernzuhalten, was wir sympathisch fanden. Andererseits kamen unsere Kinder auch sehr an ihre Grenzen, wenn sie von Scharen von Kindern im Wasser umringt wurden und irgendwann das Weite suchten. Totale Gastfreundschaft  haben wir dort erfahren, als wir auf dem Rückweg im Stockdunkeln zwischen Malawisee und Lilongwe einen Motorschaden hatten und die Besitzerin der Lodge uns jemanden schickte, um uns abzuschleppen. Er brachte uns Wasser und Brötchen mit und wir konnten eine Nacht länger in der Lodge übernachten. Am nächsten Tag wurden wir, sehr zu Freude unserer Kinder, auf der Ladefläche eines Pick-up nach Hause gefahren. Das kommt definitiv mit ins Reisetagebuch mit den coolsten Erlebnissen.

Ein Bild am Strand

Ein Bild von Fischerboten

Ein Bild Bote am Strand

Ein Bild in einem Fischerdorf

Bild Fischer trocknen ihre Fische

Was bei Margrit gerade los ist…

Für mich (Margrit) haben sich in den letzten Monaten immer wieder Möglichkeiten ergeben, verschiedene Projekte zu besuchen. In einer Entbindungs- und Mutter-Kind-Klinik gab es eine Putzaktion, bei der ich einen Einblick in die Arbeit dort bekam in einer sehr von Armut geprägten Umgebung.

Mit einer Gruppe Frauen haben wir eine tolle malawische Initiative besucht, in der einheimische Frauen waschbare Hygieneartikel nähen und diese an Mädchen und Frauen an Schulen und/oder auf den Dörfern verteilen.  Viele haben hier nicht die finanziellen Möglichkeiten, um sich entsprechend zu versorgen. Außerdem ist es ein sehr schambesetztes Thema. Das führt oft dazu, dass die Mädchen während ihrer Periode z.B. nicht die Schule besuchen können  und sich im Haus verstecken. Dieses absolut praktische Projekt verbessert ihre Lebensqualität enorm.

Ich habe bisher erlebt, dass die Menschen sich einfach freuen, wenn man Interesse zeigt an ihrem Leben und ihren Geschichten und einfach mal vorbeikommt. Nach der Putzaktion in der Klinik, die ehrlich gesagt sehr chaotisch und meiner Meinung nach nicht sehr effektiv war, kam dennoch eine Mutter extra noch zu meinem Auto gelaufen und bedankte sich dafür, dass ich da gewesen bin und hinschauen möchte. Amess hat mich zu dem jährlichen Treffen ihrer Initiative „Hope for Widows“ (s.o.) eingeladen. Es war ein Danksagungsfest, auf dem die Frauen ihre Lebensgeschichten miteinander teilten (leider bekam ich nicht viel mit, weil alles auf Chichewa war). Christliche und muslimische Frauen beteten gemeinsam, es wurde gegessen, getanzt und gelacht. An alle Frauen wurde Geschenke wurden verteilt. Jede (auch ich) bekam einen Plastikeimer (praktisch für den Haushalt!), Seife und Zucker. Ich habe außerdem mein erstes Chitenge-Tuch geschenkt bekommen, das traditionelle Kleidungsstück malawischer Frauen.

So bin hier jeden Tag Lernende und werde mit Neuem in unterschiedlichsten Formen bereichert.

Wo genau mein Platz hier ist und ich mich andersherum bereichernd einbringen kann, kann ich, um ehrlich zu sein, derzeit noch nicht sagen.

Dankbar bin ich für das große internationale Umfeld und die daraus entstehenden Kontakte. Ich habe eine Sportgruppe, in der an manchen Tagen bis zu 10 unterschiedliche Nationen vertreten sind und singe in einem internationalen Chor, mit dem wir zwei sehr schöne Weihnachtskonzerte im Haus des US-amerikanischen und des irischen Botschafters hatten. Teilweise bewege ich mich hier in zwei völlig gegensätzlichen Welten.

…und bei Micha...

Ich (Micha) habe inzwischen meinen festen Platz am Baptist College eingenommen. Das Einarbeiten in das neutestamentliche Griechisch macht mir immer noch große Freude. Mein erstes Semester ist schon zu Ende gegangen. Ich bereite jetzt schon den Unterricht für das nächste Semester, das Ende Januar beginnt, vor. Zusätzlich zum Griechischunterricht halte ich dann eine Vorlesung in systematischer Theologie. Im vergangenen Semester habe ich als Teilnehmer an einem Kurs teilgenommen. Zum einen, weil mich das Thema interessiert hat. Aber auch, weil ich sehen wollte, wie meine Kollegin unterrichtet, um abschätzen zu können, welchen Unterrichtsstil die Studierenden hier gewöhnt sind. Ich erlebe, mit welchem Engagement die Studierenden sich den Themen widmen, die für sie persönlich aber auch für ihren möglichen zukünftigen Pastorenberuf Relevanz haben. Für niemanden hier ist es selbstverständlich, studieren zu können. Ich hoffe, dass es mir gelingt, diese Freude und Begeisterung auch in meinen Veranstaltungen zu wecken.

In der letzten Woche wurden alle Klausuren geschrieben. Auch ich habe meine erste Griechischklausur schreiben lassen. Ich muss sagen, es ist fast genauso spannend, eine Klausur vorzubereiten, wie es damals war, selbst eine zu schreiben. Auf der einen Seite muss ich natürlich möglichst viel Stoff abfragen, der gelernt sein muss, andererseits möchte ich meinen Studierenden die Möglichkeit geben, mit ihrem Wissen zu glänzen und nicht ihr nicht-Wissen bloßzustellen. Das ist gar nicht so einfach.

Am College zeichnet sich derweil ein Wechsel in den Semesterferien ab. Unser Prorektor Ollen Sosole wird im Januar die Stelle des Generalsekretärs des malawischen Baptistenbundes (BACOMA) übernehmen. Wir freuen uns für die BACOMA, die seit einigen Monaten vakante Stelle sehr gut besetzen zu können, noch dazu mit einer Person, die dem College eng verbunden ist und sicherlich das Wohlergehen unserer Einrichtung in seiner Amtsführung berücksichtigen wird. Andererseits wird die ohnehin schwierige Personalsituation wieder etwas angespannter, und wir werden sehen müssen, wie wir diese Lücke füllen werden können. Positiv ist zu berichten, dass wir seit dem Herbst durch die Unterstützung des Spenderkreises unserer ansässigen australischen Missionare die Bibliothek sowie die Büroräume der Dozenten mit Solarstrom betreiben können und somit ohne die regelmäßigen Stromausfälle unsere Arbeit im Kollegium und die Arbeit der Studierenden in der Bibliothek und an den dort zugänglichen Computern deutlich verlässlicher möglich ist.

Zur Kulinarik am Baptist College: an den Tagen, an denen ich zur Mittagszeit vor Ort bin, esse ich gemeinsam mit den Studierenden und Kollegen im Speiseraum. Üblicherweise gibt es dort den typisch malawischen Maisbrei Nsima mit Gemüse und manchmal einer Proteinbeilage (Im Bild zu sehen: die im Ganzen zu essenden kleinen, sehr salzigen Fische „Usipa“). Gegessen wird übrigens mit den Händen, was einfacher klingt, als es ist. Aber so langsam habe ich den Dreh raus, nach dem Essen nicht wie ein Kleinkind auszusehen. Dieses leckere lokale Essen konnten wir kürzlich auch als ganze Familie genießen, als wir zu einem Willkommensessen, welches das College gemeinsam mit der BACOMA ausgerichtet hat, eingeladen waren. Für die Kinder sind solche Veranstaltungen eher herausfordernd, sie haben sich zum Spielen zurückgezogen und sind nur zu einem Stück Kuchen und einem Softdrink hereinzulocken gewesen. Aber alle haben sich gefreut, uns einmal als ganze Familie kennenlernen zu können.

Bild eines gefüllten Mittagessenteller

…und den Kindern.

Für unsere Kinder ist schon ein halbes Schuljahr rum, vier Wochen Ferien haben gerade begonnen. Emma musste vorher aber noch ihre ersten Examensprüfungen schreiben, was sehr herausfordernd war. Wir freuen uns aber über die sehr guten Zeugnisse all unserer Kinder und das gute Feedback der Lehrer. Alle unsere Kinder gehen die meiste Zeit gern zur Schule und auch die stundenlangen Hausaufgaben sind einfacher geworden, das ist ein großes Geschenk. Wir lernen die unterschiedlichen Veranstaltungen im Lauf des Schuljahres kennen, die sehr groß und amerikanisch gefeiert werden. Eine Kostümparade, eine Parade zum International Day – hier konnte jeder sein Land präsentieren und es gab viele traditionelle Tänze und leckeres Essen – und eine große Schwimmgala bei der drei Schulteams (die „Häuser“ Nyika, Liwonde und Majete, benannt nach drei großen malawischen Nationalparks) gegeneinander antraten. Alles mit viel Brimborium.

Wir haben einige Familien, mit denen wir uns regelmäßig treffen und die schon Freunde geworden sind, dennoch passt es dann auch nicht immer so vom Alter der Kinder besonders für Emma und Ruben, und ihnen fehlt noch ein/e fester Freund/in. Das ist gerade jetzt vor dieser langen Ferienzeit schwierig.

Außerdem vermissen unsere Kinder die Selbstständigkeit, mit dem Fahrrad irgendwohin zu fahren,  oder einfach mal allein in die Stadt gehen zu können und ihr Taschengeld auf den Kopf zu hauen.

Wir haben aber auch das Gefühl, dass sie vieles genießen: das Kutschiert werden mit dem Auto und dass immer jemand an der Schule wartet und man hier eben viel mehr gemeinsam als Familie macht, wie zum Beispiel einen Karaokeabend an der Schule zu besuchen. Der Tagesablauf mit der frühen Dunkelheit bringt teilweise mehr Struktur und Ruhe in den Alltag.

Gebetsanliegen

Wir freuen uns über viele ermutigende Nachrichten von Menschen und Gemeinden, die für uns beten. Folgende Anliegen bewegen uns derzeit:

Wir sind dankbar...

  • für die große internationale Gemeinschaft hier und die dadurch entstehenden vielfältigen Kontakte und Freundschaften.
  • für Gesundheit (Malaria war bisher noch kein Thema für uns!).
  • für die tolle Schulmöglichkeit.
  • für die vielen kleinen Zeichen der Verbundenheit aus der Heimat

Wir bitten darum, dass...

  • wir eine gute Familienzeit in der langen Ferienzeit haben.
  • unsere Kinder eine/n persönliche/n feste/n Freund/in finden.
  • wir bewahrt bleiben im Straßenverkehr- besonders in der Regenzeit.
  • unser Auto fahrtüchtig bleibt.

Herzliche Grüße aus Malawi, eure Familie Soppa

Rundbrief #03 - Dezember 2023