Unterwegs in der norwegischen Märchenwelt
Die ersten Besucher des Märchenabends fanden einen gemütlichen Raum vor, beleuchtet von Kerzenlichtern auf jedem Tisch. An der Wand stand der Märchenlesesessel, samtdeckenüberzogen grün und geschmückt mit Lampions, Lichterketten und Laternen mit Mondgesichtern. In den Zweigen der Pflanzen hingen Leuchten.
Aller Welt gemeinsam ist, dass Märchen den Kindern vorgelesen werden, die sie dann weitergeben an ihre Kinder und diese wiederum an ihre Kinder.
An diesem Abend wurden slowenische und norwegische Märchen vorgestellt, Märchen aus dem EU-Raum und aus dem Judentum. In den Pausen zwischen dem Vorlesen spielte der Pianist Stefan Politzka und umrankte mit französischer Zigeuner- und jüdischer Musik sowie Solveigs Lied von Edvard Grieg die Geschichten. Sehr eindrucksvoll las Christiane Freiberg „Die 7 Füllen“ und „Die 3 Spinnerinnen“ in langsamer Erzählweise, exzellent vorgetragen. Ganz besonders schön war das Bildermärchen vom „Hinkefüßchen“, eine slowenische Märchenerzählung. Viele bunte Bilder untermalten die Volksweise. Die mystische Seite des Märchenerzählens war spürbar, in die Lebendigkeit des legendenhaften, narrativen Erzählens wurden wir mit hineingenommen.


