Märchen in Zoar, eine Rückschau bis 2016

2019Märchenvorleserin 2019

Wir empfingen unsere Gäste in einem mit Schmetterlingen und Seerosen geschmückten Raum.

Bei einer unserer Geschichten muss ein kleines Mädchen Grenzen überwinden. Es waren zwar keine Mauern aus Stein, aber die Hindernisse, die ihr in den Weg gelegt werden, bringen sie an ihre Grenzen.

Sie wird aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen, entkommt mehrmals ihren Entführern, kann verschiedene Bedrängnisse hinter sich lassen, bevor sie auf dem Rücken einer Schwalbe in ein fernes schönes Land fliegen kann. „Däumelinchen“ wurde unterstützt durch Kamishibai von Christiane Freiberg vorgetragen. In einer Bastelpause Bastelangebot Seerose 2019konnten Seerosen, Maikäfer, Frösche und Schmetterlinge gebastelt werden. Den Abschluss bildete die Geschichte von einem ängstlichen Hasen, den ein Geräusch so erschreckte, dass er die gesamten Waldbewohner zur Flucht bewegte – „Plumps ist da“ und für die Erwachsenen gab es zum Schmunzeln „Die Alte die den Pastor beschämte“.

 

2018Marktstand und Sessel 2018

Orientiert am Motto der 29. Berliner Märchentagen, Geschichten von Macht und Ohnmacht, veranstalteten wir einen Märchennachmittag mit dem Titel Niesmitlust - Wie man mit Cleverness die Mächtigen besiegt.

Die Geschichten wechselten sich mit vielseitigen Spielen zur Tier- und Pflanzenwelt ab. Die Spiele orientierten sich an dem Märchen Zwergnase, deshalb auch Niesmitlust; dass Kraut, welches für die Verwandlung von Jungen zum Zwerg und umgekehrt verantwortlich war. Das Brückenrätsel beinhaltete Begriffe, die in diesem Märchen vorkamen. Es gab ein Tastspiel, bei dem die im Karton verbogenen Gemüse- oder Obstsorten durch Tasten erkannt werden mussten. Im Riechspiel war die Nase gefragt, da Kräuter anhand ihres Geruchs erkannt werden sollten. Das Kraut Niesmitlust war nicht dabei, so dass es zu keiner Verwandlung kam. Bei einem Bilderrätsel wurde getestet, ob Pflanzen oder Tiere an minimalen Ausschnitten erkannt wurden. Außerdem gab es ein Geräuschspiel, Tierlaute mussten dem entsprechenden Tier zugeordnet werden. Alle Sinne wurden bei den Spielen gefordert. Durch die Abwechselung zwischen Vorlesen und Spiel hatten die kleinen und großen Teilnehmenden einen bewegenden Nachmittag.

Märchenvorleserin 2018Die Märchenerzählerin, Christiane Freiberg, las die Geschichten „Vom roten Hühnchen“, „Kjambaki“, „Mbango“, „Der kleine Schakal, der ein Pfau sein wollte“ und „Der Schakal und der Igel“.

„Vom roten Hühnchen“

In einer Wohngemeinschaft von Hühnchen, Katze und Maus kümmert sich nur das Hühnchen um den Haushalt. Katze und Maus weigerten sich zu helfen. Eines Tages kam der Fuchs und holt sich die drei Bewohner, um sie zu Hause zu verzehren. Unterwegs gelingt es den dreien, durch gemeinsame Anstrengungen sich zu befreien.

Künftig halfen Katze und Maus immer dem roten Hühnchen.

„Kjambaki“

Eine Schildkröte und ein Hund leiden mit ihren Familien Hungersqualen. Während es der Schildkröte gelingt Früchte zu beschaffen und ihre Familie zu ernähren, so muss die Hundefamilie weiter hungern. Schließlich zeigt die Schildkröte dem Hund, wo sie die Früchte herhat. Diese wurden von einem Leoparden bewacht. Dabei werden sie erwischt, der Hund rennt schnell weg, während die Schildkröte vom Leoparden gefangen wird. Mit einer List gelingt es der Schildkröte dem Leoparden zu entkommen.

„Mbango“

Eine Schildkröte weist ein Flußpferd und einen Elefanten in Ihre Schranken.

„Der kleine Schakal, der ein Pfau sein wollte“

Die Geschichte erzählt von einem Schakal, das sich nicht so annimmt wie es ist und lieber so stattlich und hoheitsvoll wie ein Pfau sein will. Er legt sich Federn zu und versucht sich wie ein Pfau zu benehmen. Am Ende erkennt er, dass es besser ist ein Schakal zu sein.

„Der Schakal und der Igel“

Der Schakal und der Igel wollen zusammen ein Bohnenfeld bestellen. Der Igel macht die gesamte Arbeit und der Schakal versucht den Igel bei der Ernte, um den Ertrag zu bringen. Muss aber lernen, dass sich der Igel nicht um seinen Anteil bringen lässt.

 

2017Der Veranstaltungsraum

Der Märchenabend unter der Überschrift „Die Liebe ist eine Himmelsmacht“, dem Motto der damaligen Berliner Märchentage und genau das war im Raum gut erkennbar: der Himmel mit Wolken und blauen Tüchern verhangen, der Mond guckte freundlich, Sterne gab es allerorts und Herzenketten hingen von droben herab. Auf Erden ein Märchenbrunnen, die Tiefe ließ sich nur erahnen, war er doch sorgsam ab-gedeckt und mit großen Blumen bestückt. In der Mitte stand ein runder Kindertisch, voll mit Märchenbüchern zum Schmökern, mit Malvorlagen und ganz viel Süßigkeiten.

Begrüßt wurden wir mit den Worten aus 1. Korinther 13 ff.

Es ging um Märchen von gewitzten Männern, klugen Prinzen, mitfühlenden Mädchen und wundersame Aktionen. Sterntaler wurde als erstes von der Märchenerzählerin des Abends, Christiane Freiberg, vorgelesen, unterstützt wurde die Geschichte mit Bildern. Brüderlein und Schwesterlein, Die verschwundene Braut, Der Prinz mit dem Schopf und als Ausklang eine jüdische Moral von „Morgen ist morgen“ boten einen Reigen von guten Herzen, Treue, von gehaltenem Versprechen, Weisheit und Redlichkeit.

Für die Teilnehmenden wechselten sich Zuhören, Bilder-Quiz und ein Musik-Ratespiel ab - auf das die Schnellsten eine Belohnung bekamen. Auch beim Märchenpuzzeln waren die bunten Bildchen schnell zusammengelegt und alle miteinander boten Märchenbilder dar. Am Ende waren so viele gewonnene Goldtaler verteilt, dass selbst echte Goldgräber keine mehr gefunden hätten.

 

2016Märchenvorleserin 2016

Die ersten Besucher des Märchenabends fanden einen gemütlichen Raum vor, beleuchtet von Kerzenlichtern auf jedem Tisch. An der Wand stand der Märchenlesesessel, samtdeckenüberzogen grün und geschmückt mit Lampions, Lichterketten und Laternen mit Mondgesichtern. In den Zweigen der Pflanzen hingen Leuchten.

Aller Welt gemeinsam ist, dass Märchen den Kindern vorgelesen werden, die sie dann weitergeben an ihre Kinder und diese wiederum an ihre Kinder.

An diesem Abend wurden slowenische und norwegische Märchen vorgestellt, Märchen aus dem EU-Raum und aus dem Judentum. In den Pausen zwischen dem Vorlesen spielte der Pianist Stefan Politzka und umrankte mit französischer Zigeuner- und jüdischer Musik sowie Solveigs Lied von Edvard Grieg die Geschichten. Sehr eindrucksvoll las Christiane Freiberg „Die 7 Füllen“ und „Die 3 Spinnerinnen“ in langsamer Erzählweise, exzellent vorgetragen. Ganz besonders schön war das Bildermärchen vom „Hinkefüßchen“, eine slowenische Märchenerzählung. Viele bunte Bilder untermalten die Volksweise. Die mystische Seite des Märchenerzählens war spürbar, in die Lebendigkeit des legendenhaften, narrativen Erzählens wurden wir mit hineingenommen.